Der Anfang, das Ende.
Experimenteller Dokumentarfilm/ Theaterfilm 2021

Skizzen zum Altwerden

Die Mutter, der Vater, Alkoholkrank oder zunehmend dement oder bekommt das Leben aus anderen Gründen nicht mehr allein auf die Reihe, weigert sich aber auch, in ein Heim zu gehen. Was tun? Die Biografie eines Lebens, das mit dem Altern immer widerständiger, widerspenstiger, erschreckender für die Angehörigen wird, die den Anspruch haben, ihr eigenes Leben führen zu können. Ein öffentliches Sprechen darüber ist schwierig bis peinlich und berührt stets die eigene Furcht vorm Altern, das Ringen um Souveränität und die Frage nach Verantwortung.
Die Arbeit besteht aus gesammelten Berichten über ein problematisches Altwerden. Es sind Berichte von zum Teil über viele Jahre hinweg kraftraubenden Erfahrungen, vom Bemerken des eigenen Altwerdens, des Durchhaltens wider Willen, des Zuschauens. In der Überführung dieser Berichte in eine künstlerische Form versucht der Film eine Sprache zu finden, wie sich ein Alterungsprozess fernab der eigenen Zuversicht anfühlen kann. Die skizzenhafte Form transformiert Tagebucheinträge in Sprechtexte, macht die Enge und Schwere spürbar, die das hoffnungslos erscheinende Altern mit sich bringen kann. Der Film beschreibt die Lage der Kinder, der Eltern und des sozialen und medialen Umfelds und platziert darin einen imaginierten Vortrag aus der Altersforschung.

Full-HD , 45 min

Inszenierung: Korbinian Schmidt, Franz-Xaver Mayr
Dramaturgie/Kamera/Spiel: Moritz von Schurer
Bühne/Kostüme: Korbinian Schmidt, Verena Geier
Kamera/Schnitt: Pia Wolkenstein
Maske: Inge Schra
Komposition/Tonmischung: Matija Schellander
Regieassistenz: Sarah Maringer
Bühnenbildassistenz: Johanna Mitulla
Es spielen: Johanna Baader, Nehle Breer, Johannes Meier, Stefan Stern,

Eine Produktion des Theater Drachengasse.

 

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