Das große Heft (2017)

Theaterinszenierung nach dem gleichnamigen Roman von Ágota Kristóf. Eine theatrale Beförderung von Narration mit Puppen und Personen.

Sprache ist Macht. Im „großen Heft“ ist Sprache die zentrale, formale Kraft, welche den Zustand eines Krieges beschreibt. Krieg nicht als Zerstörung, sondern als Haltung zum Leben. Zwillingsbrüder versichern sich gegenseitig ihrer objektiven, faktischen Wahrnehmung, frei von Schmerz, von Gefühlen oder inneren Zwängen. Sie üben sich in Emanzipation – durch Überwinden, Vergessen, Benutzen, Strategie. Der Horror in Ágota Kristófs Roman ist die Reduktion der Gegenwart auf das Faktische. So wird Handeln zur reinen Resonanz von Sprache.

Idee/Konzeption/Bühnenbild/Kostümbild/Puppen: Salomé Klein Konzeption/Regie: Franz-Xaver Mayr, Korbinian Schmidt Konzeption/Texte/Dramaturgie: Moritz von Schurer
Video: Alexander Hector
Spiel: Lisa Friedrich, Annette Gleichmann, Salomé Klein, Florian Kroop
Eine Koproduktion mit Schaubude Berlin

 

 

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